Wir lieben Camping


News & Aktuell
02.05.2011



Lange habe ich keine Zeit gefunden unsere "Neue" vorzustellen. Aber da wir lieber auf dem Wasser sind als vor dem Computer ... (lesen)

04.07.2010



Lesestoff für die die nicht mit dabei waren oder auch die, die es aus einer anderen Perspektive sehen möchten. Mein Reisebericht.

20.06.2010



Rein formal bin ich jetzt dazu befähigt ein Sportboot auf Seeschifffahrtsstrassen zu führen. Die Prüfung zum Sportbootführerschein See habe ich absolviert und bestanden. Jetzt kann die Jollenwanderung (obwohl der Führerschein dafür nicht zwingend erforderlich gewesen wäre) auch aus der Sicht beginnen.


Reise


Wir haben es getan....12.09.-13.09.09

Lange haben wir versucht ein paar mehr Schiffe zusammen zu bekommen. Der 40. Geburtstag der Lis-Klassenvereinigung wäre eine gute Gelegenheit gewesen mit richtig vielen zusammen einen See in unserer Nähe oder auch weiter weg mit Lis-Booten unsicher zu machen.
Aber erstens kam es anders und zweitens als man dachte....
Trotz aller Bemühungen waren meine Vereinskollegen (bis auf einen) nicht zu begeistern sich zu treffen. Die "Feier" fand also in einem recht überschaubaren Kreis statt.
Da wir die einzigen Gäste auf der Feier sein würden, hatten wir auch die Gelegenheit das Revier nach unseren persönlichen Bedürfnissen auszuwählen. Als Ziel haben wir uns für ein Revier in unserer unmittelbarer Nähe entschieden. Am Samstag den 12.09. fuhren also eine Lis-Jolle und ein Lis-Jollenkreuzer in Richtung Niederlande. Das Ziel hieß Hatenboer/Roermond.
Anfänglich war das Wetter nicht wirklich die erste Wahl, was sich aber in den folgenden Stunden noch gründlich ändern sollte. Gut gelaunt und voller Tatendrang enterten wir den Campingplatz Hatenboer einige wenige hundert Meter von der Stadt Roermond direkt an der Maas gelegen. Bei mittlerweile sonnigem Wetter und einem guten 3er Wind wurden die Zelte aufgebaut und die Boote seeklar gemacht.
Dank der hervorragenden Slipbahn direkt am Campingplatz waren die verproviantierten Schiffe mit allerlei Ausrüstung für eine längere Reise schnell und einfach im Wasser. Der Wind wehte günstig und einem ablegen unter Segeln stand nichts mehr im Wege.



Zunächst führte uns der achterliche Wind in Richtung Plas Hatenboer einen recht großen Baggersee. Auch alle weiteren Seen hier sind durch Kies- und Sandabbau entstanden. Die Seen sind durch die alte Maas miteinander verbunden, dass sich ein grosses zusammenhängendes Revier ergibt.
Womit wir nicht gerechnet hatten war die sehr hohe Zahl an Regatta Teilnehmern in der Splash-Klasse. Ich weiß nicht wieviele Läufe gefahren wurden, aber es wurde echt eng auf dem See. Dadurch konnten wir leider nicht den ganzen See so befahren wie wir uns das gewünscht haben. Nach ein paar sehr schönen Kursen haben wir uns darauf verständigt ein Stück über die Maas zu fahren und einen schönen Ankerplatz für eine Pause zu suchen.





Kurz vor der Schleuse Heel starb uns der AB ab. Uffff....... Watt nu..
Kurz mal nachdenken.... Da ich vor der Abfahrt nicht mehr vollständig aufgetankt hatte konnte nur der Tank leer sein. Deckel auf. Alles klar die Vermutung war richtig. Kurz mal tanken und dann weiter. Wenige hundert Meter weiter sind wir dann in die Oolderplas abgebogen. Hier haben wir im Vorbecken dann dicht unter Land den Anker fallen lassen.
Wie ich das Jollensegeln liebe. 40cm Wasser unter dem Kiel.... wunderbar hier kommen wir halt nur hin.



Schönes Fleckchen Erde. Kocher angefeuert, Kaffee drauf, Kuchen geschnitten und schon konnte die Geburtstagsfeier steigen.
Happy Birthday Lis-Klassenvereinigung !



Die Sonne ging langsam unter. Da wir nach Sonnenuntergang nicht noch unterwegs sein wollten, verstauten wir die Ausrüstung und machten uns auf den Heimweg. Talfahrt aber Wind auf die Nase bedeutete motoren. Denn auf kreuzende Weise würden wir unser Ziel nicht vor Einbruch der Dunkelheit erreichen. Das war sicher.



Ich plante für den nächsten Tag die Boote im Wasser liegen zu lassen. Daraus wurde aber nichts, da das Schiff von Alric und seinen Söhnen auch als Nachtquartier dienen sollte. Hatte ich leider schon vollkommen vergessen. Also holten wir die Schiffe wieder an Land. Aufgeriggt sollten sie aber bleiben.
Bis dahin war der Tag schon mal perfekt. Ein perfekter Abend folgte mit Grillwürstchen, Salat, Peters, Bit und Seemannsgarn und verabschiedete sich in eine sternenklare Nacht.
Der nächste Morgen. Regen. Aber zum Glück nicht kalt. Segeln würde nicht wirklich toll werden.





Ohne Kaffee ging erst mal gar nichts. Der Regen würde schon noch aufhören. Wenn wir nur lang genug warten. Bestimmt.



Nach einem ausgiebiegen Frühstück beschlossen wir zu packen. Da der Wind nun auch noch völlig eingeschlafen war. Nach ein paar kleineren Schauern hatten wir doch noch alles halbwegs trocken vertauen können. Wir werden dieses Wochenende sicherlich noch lange in Erinnerung behalten und es bestimmt auch noch mal so oder so ähnlich wiederholen. Und wer weiss, vielleicht werden wir beim nächsten Mal mehr als zwei Boote sein. Ich würde mich total freuen.

Seglerische Grüße

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